Arbeitsgruppen und Referenten

Andre Bartoniczek:

Zur Methodik des Geschichtsunterrichts - Was macht die Oberstufe aus?

Warum sollen sich SchülerInnen für Geschichtsunterricht interessieren, wenn dieser nur mit der Vergangenheit zu tun hat? Oft ist er geradezu ein Synomym für tote Fakten und Langeweile. Wie könnte statt dessen ein Unterricht aussehen, der einen jungen Menschen existenziell betrifft und ihm hilft, Zeitgenosse zu werden?

Catherine Bryden:

Wie kann der Clown dem Lehrer dienen?

Durch Theater Clowning und die Verbindung mit unserem spielerischen Geist, entwickeln wir uns und erhalten den Mut zu sein, wie wir wirklich sind, und um das Leben und um uns selbst vertrauen zu können. In einem Clowning Workshop, brechen wir weg von den veralteten Wegen des Seins und des Sehens und tanzen mit unseren Unsicherheiten, und zapfen den freien Geist und die poetische Welt des Clowns an. Wir entdecken Geheimnisse in Fehlern und erfahren Scheitern als ein reiches und schönes Geschenk - nicht in Theorie, sondern in der Realität. Dieser spielerische Prozess, verbunden mit Feedback, eröffnet Kanäle der Aufmerksamkeit, des Selbstbewusstseins, des Einfühlungsvermögens, und ermöglicht aufschlussreiche Beobachtungen, Intuition, und ein Gefühl der freudigen Freiheit. In dieser Arbeit werden wir nicht plötzlich mutig oder kreativ; wir entdecken einfach wie kreativ und mutig wir schon sind.

Ruprecht Fried

„Was tut der Engel in unserem Astralleib?“
Der vor 100 Jahren gehaltene Vortrag ist von unverminderter Aktualität, er kann hilfreich sein sich über die Aufgaben unserer Zeit klar zu werden.

Ruprecht Fried war lange Jahre Oberstufenlehrer für naturkundliche Fächer an der Waldorfschuhle Uhlandshöhe, anschließend Dozent an der Freien Hochschule Stuttgart.

 

Franz Glaw

Praktische Medienpädagogik

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und virtuelle Welten stellen den Menschen vor existenzielle Herausforderungen. Im Lehrplan der Waldorfschule sind Wege veranlagt, die Schüler*innen nicht nur zu Erkenntnissen, sondern auch zur Handlungsfähigkeit, zum „Medienmeister“ führen. Eine zeitgemäße Medienpädagogik muss dazu einem altersgemäßen Curriculum folgen, entwicklungsfördernd sein, einen Weltbezug herstellen, in die Unterrichtsfächer integriert und vor allem produktiv statt rezeptiv stattfinden. Wir werden dazu nicht nur viele Beispiele kennenlernen, sondern auch durch eigene Arbeit mit digitalen Medien zu wesentlichen Einsichten gelangen.

zu Franz Glaw: Ich bin seit 30 Jahren auf dem Gebiet der Medienpädagogik tätig: Schülerzeitung, Radiosendungen, Filmbeiträge, Video-AG (YouTube-Channel seit 2006), aber auch im Rahmen des Unterrichts in Deutsch, Mathematik, Geschichte.

Meine Einsichten sind kein theoretisches Konzept, sondern sie sind auf der Grundlage der Waldorfpädagogik aus vielfältigen Erfahrungen mit Schülern entstanden.

 

Nana Göbel

Über den Mut, das Richtige zu tun
(mit Henning Kullak-Ublick)

Unmittelbar, bevor Rudolf Steiner 1919 in Stuttgart mit seinem Lehrerkurs begann, sprach er in Dornach über "Die Erziehungsfrage als soziale Frage". Er spannte in diesen Vorträgen einen weltgeschichtlichen Bogen für die pädagogischen Aufgaben der Zeit, um aus dem sozialen Chaos, das heute ein globales Ausmaß angenommen hat, herauszufinden. Unter anderem stellte er die Frage nach der Rettung der Intelligenz.

Sicher ist, dass dazu Mut gehört. In unserer Arbeitsgruppe wollen wir Aspekte dieser Vorträge mit Rudolf Steiners Ansprache zu Beginn der "Allgemeinen Menschenkunde" zusammenschauen und darüber sprechen, was das für uns heute bedeutet.

Nana Göbel, studierte Archäologin, prägt seit 40 Jahren den Aufbau und die Zusammenarbeit der internationalen Waldorfschulbewegung. Sie ist geschäftsführender Vorstand der "Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners" und kennt fast alle Waldorfschulen, die es auf der Welt gibt.

 

Johannes Greiner

Johannes Greiner (geboren 1975) ist Pianist, Eurythmist, Lehrer, Erwachsenenbildner und Lehrerausbildner. Er arbeitet im Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz und ist unter anderem Autor von „Es ist alles ganz anders – Beiträge zur Aktualität der Anthroposophie“ (Hamburg 2015), „Mensch, ich glaube an dich! Terrorismus – ein Erziehungsproblem?“ (Hamburg 2017), „Die Spiritualität der Jugend und ihre Schatten“ (Hamburg 2017) und mit Sivan Karnieli von „Schau in dich, schau um dich – ein Buch zur Eurythmie“ (Steinbergkirche-Neukirchen 2016).

 

Christoph Hueck:

Liebevolle Zuwendung zum "inneren Kind"

Ein glücklicher Mensch kann besser als Lehrer, Erzieher und Kollege wirken als ein unglücklicher. In der Arbeitsgruppe lernen wir eine einfache Methode, mit der wir die verborgenen Schattenseiten unserer Seele achtsam wahrnehmen und so verwandeln können, dass wir uns selbst von innen heraus glücklich machen können.

Henning Kullak-Ublick

Über den Mut, das Richtige zu tun
(mit Nana Göbel)

Unmittelbar, bevor Rudolf Steiner 1919 in Stuttgart mit seinem Lehrerkurs begann, sprach er in Dornach über "Die Erziehungsfrage als soziale Frage". Er spannte in diesen Vorträgen einen weltgeschichtlichen Bogen für die pädagogischen Aufgaben der Zeit, um aus dem sozialen Chaos, das heute ein globales Ausmaß angenommen hat, herauszufinden. Unter anderem stellte er die Frage nach der Rettung der Intelligenz.

Sicher ist, dass dazu Mut gehört. In unserer Arbeitsgruppe wollen wir Aspekte dieser Vorträge mit Rudolf Steiners Ansprache zu Beginn der "Allgemeinen Menschenkunde" zusammenschauen und darüber sprechen, was das für uns heute bedeutet.

Henning Kullak-Ublick war 26 Jahre lang Klassenlehrer und ist heute als Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen, der "Freunde" und der Internationalen Konferenz aktiv. Mit Waldorf 100 koordiniert er die weltweiten Vorbereitungen auf das hundertjährige Jubiläum der Waldorfpädagogik. Buchveröffentlichung: "Jedes Kind ein Könner", Stuttgart 2017

 

Ulrich Maiwald

Die Kunst der Improvisation

In diesem Kurs werden sowohl allgemein künstlerische als auch theaterpädagogische Elemente des Improvisationstheaters praktisch erprobt und reflektiert. Neben grundlegenden Improvisationstechniken werden darstellerische und szenische Elemente geübt und in der gebundenen und freien Improvisation angewandt. Dabei werden Spielfreude, Interaktionsfähigkeit, Spontaneität und Ausdruckskraft gefördert. Die Übungen sind sowohl für die eigene Erweiterung der Ausdrucksfähigkeit der Teilnehmer als auch zur Integration in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geeignet.

 

Regula Nilo

Erfahrungen zu einer spirituellen Bewegungskultur. Wir üben, forschen und nehmen wahr - zusammen.

Eurythmie gibt mir Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft. Schön, dass es auch mein Beruf ist und ich mit vielen jungen Menschen in der Waldorfschule und an der Universität in Stockholm, aber auch in Betrieben und Berufsausbildungen Eurythmie machen durfte. Als neuer Zweig an meinem „Biographiebaum“ ist nun die Vitaleurythmie dazugekommen, bei der es darum geht, Lebenskräfte und Aufmerksamkeit zu stärken, um mit Stress gut umgehen zu können.

 

Matthijs Overmars

... über Matthijs Overmars:

Matthijs Overmars ist Chordirigent und Musikdozent. Nach seinem Schulmusik- und Dirigenten-Studium in den Niederlanden war er Mitbegründer der Akapella Gruppe Intermezzo. Neben zahlreichen Chor-, Musik-Projekten leitet er seit 20 Jahren den Schulchor der freien Schule in Zeist. Für die Schulen hat er eine Liedersammlung aufgebaut: vrijeschoolliederen.nl

 

Claus-Peter Röh:

Einführung in die Arbeit der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft

In die Mitte der zuvor begründeten Berufs- und Lebensfelder stellt Rudolf Steiner die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft. In Übungen und Gesprächen werden wir die Qualitäten dieses Erfahrungs- und Meditationsweges beschreiben.

Über mich: 27 Jahre Klassen-, Musik-, Englisch- und Religionslehrer an der Flensburger Waldorfschule, zu deren Gründungskollegium ich gehörte. Seit 2010 leite ich zusammen mit Florian Osswald die Pädagogische Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach.

 

Olga Schiefer

Tafelzeichnen in der Mittelstufe

Malen und Zeichnen in der Mittelstufe ist verbunden mit neuen
Herausforderungen. Die neuen Fähigkeiten der Kinder, die räumliche
Gesetzmäßigkeit zu verstehen, verändert das künstlerische Vorgehen.
Auch in dem Tafelbild ist der Lehrer mit diesem konfrontiert. Die neuen
Gesichtspunkte, Übungen, Arbeit mit Vorlagen tritt in den Vordergrund
unserer Arbeit.

Olga Schiefer, geboren 1962 in der Ukraine, studierte Bildende Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der Kunstakademie in Moskau sowie Waldorfpädagogik am Moskauer Lehrerseminar. 2012 erwarb sie den "Master of Arts" an der Alanus Hochschule. Sie unterrichtete als Kunstlehrerin in verschieden Schulen und Ausbildungsstätten. Seit 2000 ist sie als Dozentin für Bildende Kunst an der Freien Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik, tätig.
Parallel dazu arbeitet sie freischaffend.

 

Stephan Sigler:

Mathematik - im Wechsel von der Klassenlehrer- zur Oberstufenperspektive 

An einigen exemplarischen Beispielen sollen Gesichtspunkte für diesen Perspektivenwechsel sowohl im Inhaltlichen als auch im Methodischen erarbeitet werden. Insbesondere soll die Bedeutung der Fantasie für den Mathematikunterricht thematisiert werden.